Böhmerwaldaeroklub Klatovy
N 49o 25' 06" E 13o 19' 19"

Die Geschichte des Flugwesens in der Region Klatovy reicht bis zum Jahre 1912,
wann sich der erste Aufstieg des Aviatikers Čihák verwirklichte. An diesem
Aufstieg nahm auch der erste tschechische Pilot Ing. Kašpar teil. Das Flugzeug
stieg damals in die 120 Meter Höhe auf und nach 13 Minuten des Kreisfluges
kehrte es auf den Startplatz zurück. Der Gedanke an den Erwerb des Flugplatzes
für Klatovy ist schon alten Datums. Alle Schritte zum Erwerb des Flugplatzes für
Klatovy blieben lange Jahre ohne Wirkung, auch trotz vieler Bemühungen der
einflussreichen Persönlichkeiten und Vereine. Erst im Jahre 1935 dank Ministers
für Landesverteidigung Herrn František Machník gelang es, zum ersehnten Ziel
anzunähern. Bis zum Frühling 1936 wurden Verhandlungen über Gründung des
Flugplatzes mit zuständigen Ministerien und Behörden geführt. Damit hing auch
eng die Gründung des Aeroklubs zusammen. Alle Verhandlungen klangen positiv aus,
es konnte also am 21. März 1936 zu der Bestimmung vom Aeroklub Klatovy
geschritten werden.
Nach der Bestimmung des Aeroklubs und
nach dem Erwerb der erforderlichen Gründstücke begann Aufbau des Hangars und des
Verwaltungsgebäudes. Am 21.6.1936 wurde eigener Klubstand, d.h. Hangar mit dem
Verwaltungsgebäude, vom Vorsitzenden des Aeroklubs Klatovy, Herrn Minister für
Landesverteidigung František Machník, feierlich eröffnet. Dass der Hangar und
das Verwaltungsgebäude in so kurzer Zeit aufgebaut werden könnte, beweist
mächtiges Interesse der Aeroklubfreunde und aller Gönnerschaft des Flugwesens in
Klatovy. Zum Beispiel Ministerium für Landesverteidigung gewährte Betrag von 20
000 Czk, Ministerium für Öffentliche Arbeiten 30 000 Czk., Stadtrat in Klatovy 5
000 Czk., Sparkasse der Stadt Klatovy 5 000 Czk. und Wirtschaftliche
Vorschusskasse in Klatovy 5 000 Czk. Die Stadt Klatovy verkaufte dem Aeroklub
das erforderliche Gründstück für den Bau des Hangars und Verwaltungsgebäudes.
Klattauer Unternehmer gewährten Beschläge für ganzes Gebäude und Öfen für
Wohnräume, Bauern gewährten Fuhrwerke. 250 Wagen wurden so kostenlos verliehen.
So gab die Region Klatovy Beweis, dass es keinen Ratschlägen Überlegungen und
Kritiken nötig ist, sondern Taten und Arbeit. Im Jahre 1936 wurden dem Aeroklub
drei Motorflugzeuge zugeteilt. Im Jahre 1937 besass der Aeroklub schon 10 Schul-
und Touristenflugzeuge. Das Areal dieses Aeroklubs wurde um Technikbüro,
aufgebaute Werkstätte, Kraftwerk und Wasserwerk erweitert. Man begann mit der
Pilotausbildung und dem Fliegen fürs Freude. Diese Pilotausbildung führte
Chefpilot Antonín Glacner. Schon im Jahre 1937 wurden 11 Motorpiloten
ausgebildet. Im Jahre 1938 verlief umfangreiche auf Verstärkung des
Militärstützpunktes vor der Drohung des Kriegskonfliktes Pilotausbildung im
Rahmen der Aktion "1 000 neue Piloten der Republik". Antritt des Faschismus hie_
scharfe Änderungen in Meinungen an Verteidigungsfähigkeit. In der Aktion wurden
14 Motorpiloten ausgebildet, die nach der Ausbildungsbeendigung zu den
Militäreinheiten antraten, vor allem zum Luftregiment T.G.M. in Hradec Králové.
Viele von ihnen verlie_en später Republik und kämpften auf westlicher Front in
Einheiten RAF. Vaclav Přerost, der bei der 58. operativen Ausbildungseinheit
eingereiht wurde, kam beim Flugunfall auf dem Flughafen Grangemouth in
Schottland ums Leben. Ladislav Němeček kam beim Luftangriff auf Bremen ums Leben
und Václav Brejcha beim operativen Flug vom Flughafen Coltishall. Weiter
kämpften auf der westlichen Front Tomáš Kozák und Matěj Pavlovič. Während der
Okkupation änderte sich vorübergehend Gesicht des Flugplatzes in Klatovy. Der
Flugplatz wurde von deutscher Armee besetzt, die hier Ausbildung durchführte.
Nach dem Luftangriff am Kriegsende wurde auf dem Flugplatz die Flugtechnik
zerschossen, Hangar und Teil des Verwaltungsgebäudes vernichtete Brand. Die
Befreiung bedeutet nicht nur neue Etappe in der Entwicklung der Republik,
sondern auch neue Entwicklungsmöglichkeiten im Flugsport. Nachkriegsperiode wird
vom Aufbau des neuen zerstörten Flugplatzes und Erneuerung der Mitgliedbasis
bezeichnet. Schon im Jahre 1946 begann der Aeroklub neue Segler auszubilden.
Diese Ausbildung wurde auf Gleiter ŠK 38, Grunau Baby, Jestřáb durchgeführt.
Motorische Ausbildung dann auf dem Flugzeug Pipper. Nachkriegstätigkeit des
Aeroklubs wurde auf Erneuerung des Flugplatzes, Erweiterung der Mitgliedbasis
und Ausbildung der Piloten gerichtet. Es wurden 22 Segler, 5 Motorpiloten
ausgebildet und Paraabteilung hatte 20 Fallschirmspringer. Entwicklungstätigkeit
des Aeroklubs wurde im Jahre 1949 beendet. In dieser Zeit entstand hier der
Ausbildungsraum der örtlichen Besatzung und Luftverkehr wurde auf dem Flugplatz
eingestellt. Seit dem Jahre 1969 kam es zur Erneuerung der Tätigkeit. Am Anfang
des Jahres 1969 bemühte sich Gruppe der Fliegengönnerschaft um Wiedererneuerung
des Fliegens auf dem Flugplatz in Klatovy und um Erneuerung des Aeroklubs, der
in der Vergangenheit zu den bekanntesten und nach der Anzahl der Mitgliedbasis
zu den stärksten gehörte. Es wurde der vorbereitende Ausschuss gebildet, der auf
Wiedererneuerung der Aeroklubtätigkeit begann zu arbeiten. In die Spitze wurde
der verdiente Flieger Oberstleutnant Josef Hubáček, bedeutende Persönlichkeit
tschechisches Flugwesens, gewählt, der in den Reihen RAF als Jagdflieger und
später in Feri-Diensten kämpfte. Es ist notwendig, sich an Luft-Trio der
Akrobate Novák, Široký, Hubáček zu erinnern, die unsere Republik auf vielen
bedeutenden sportlichen Veranstaltungen im Ausland und auch in unserer Republik
repräsentierten.
Mit der Zuteilung der Flächen von der
Stadt Klatovy begann die Verwandlung des militärischen Übungsplatzes, wo viele
Gräben, Stellen für Geschütze und Schutzräume im Flugplatz waren. Lust zum
Fliegen war riesig, der Aeroklub verfügte nur über Mitgliedbasis, die
bereitwilig war, fürs Fliegen fast alles zu opfern. Da zum Fliegen notwendig
ist, Fläche, Hangar und andere fürs Fliegen erforderliche Anlagen und
schlie_lich Flugzeug zu haben, war es nötig, mit dem Aufbau der Flugplatzfläche
und des Hangars zu beginnen, was Voraussetzung zur Erteilung der
Betriebserlaubnis war. Am Anfang des Winters im Jahre 1969 begann der Bau des
Hangars und Flugplatzflächeherrichtung. Der Aufbau und die Herrichtung wurden im
Jahre 1971 beendet. Am 30.10.1970 landete auf herrichteter Fläche das erste
Flugzeug und zwar Segelflugzeug L-13 Blaník OK 9716, das vom Aeroklub Karlovy
Vary ankam. Im Jahre 1972 begann man mit dem Aufbau von
Aeroklubverwaltungsgebäude, Werkstätten, Garagen, Pack- und Trockenraum für
Fallschirme. Das alles wurde im Jahre 1975 beendet. Mit dem Aufbau des
Flugplatzareales setzte sich weiter im Jahre 1983 fort, wann der Aufbau des
mehrzweckigen Feuerbehälters aufgenommen wurde, der im Jahre 1985 beendet wurde.
Und wie Bedürfnisse der Aeroklubmitglieder entstanden, wurde es in der
Ausstattung des Flugplatzes fortgesetzt. Im Jahre 1988 wurde Au_enkamin
aufgebaut, im Jahre 1991 wurden Sauna und Au_enduschen inbetriebgenommen,
soziale Einrichtungen wurden erweitert und im Jahre 1996 wurde Aufbau des
Saisonunterkunftshauses aufgenommen, das im Jahre 1997 beendet wurde. Der
Aeroklub wird von seinem Beginn vom Rat des Aeroklubs geleitet. In seiner Spitze
war als Vorsitzender des Aeroklubs bis zum Jahre 1979 Oberstleutnant Josef
Hubáček, in den Jahren 1979-2001 Zdeněk Sklenář und seit dem Jahre 2001 Miroslav
Bouda. Für Flugausbildung und Verkehr war bis zum Jahre 1984 MUDr. Vladimír
Sobotka veranwortlich, in den Jahren 1984-1986 Jiří Halas und seit dem Jahre
1986 Zdeněk Sklenář. Ohne Flugzeuge und Fliegen kann keiner richtiger Aeroklub
sein, deshalb kurz über Sicherstellung von der Lufttechnik. Im Jahre 1970 flog
das erste Flugzeug an und zwar Segelflugzeug L-13 Blaník. Im Jahre 1971 wurde
nächster L-13 Blaník aus Herstellung erworben. Gleichzeitig gelang es, die Winde
Herkules II. zu erwerben, und so konnte die Ausbildung auf dem Flugplatz in
Klatovy aufgenommen werden, was sich wirklich passierte. Die erste Gruppe begann
sich unter der Leitung der Herren Sobotka und Studený auszubilden. Im Jahre 1978
wurde das Segelflugzeug VT-116 Orlík erworben, im Jahre 1981 kam nächstes
Segelflugzeug VT-116 Orlík in den Aeroklub, im Jahre 1984 verbreitete sich der
Flugzeugpark um leistungsfähiges Segelflugzeug VSO-10, im Jahre 1990 wurde l-13
SE Vivat in den Flugzeugpark eingereiht. Das Jahr 1994 wurde vom Kauf des
Segelflugzeuges L-33 Solo bezeichnet. Motorisches Fliegen wurde wenig
entwickelt, weil der Aeroklub sich motorische Flugzeuge von anderen Aeroklubs
auslieh. Auch trotzdem wurde motorische Ausbildung durchgeführt. Im Jahre 1973
gelang es, der Bau des Flugzeuges Zlín Z-226 T im Fertigungsbetrieb
fertigzustellen, das praktisch aus Teilen zusammengesetzt wurde. Diese Teile
wurden verschieden auf den Flugplätzen zusammengestellt. Dieses Flugzeug Zlín
wurde im Laufe der Jahre modernisiert und auf Typ Z-226 M und später auf Typ
Z-226 MS umgebaut. Im Jahre 1992 kam Z-142 in den Aeroklub und dann wurden
allmählich drei Flugzeuge Z-43 getrieben. Der Aeroklub bildete während seiner
neuzeitlichen Tätigkeit 110 neuer Segelflugzeugpiloten, 14 Motorpiloten und 390
neuer Fallschirmspringer aus. Bei regionalen Seglerwettspielen im Jahre 1987 kam
es zum tragischen Unfall, wobei sehr aktiver Pilot und guter Freund Václav
Strnad ums Leben kam. Ihm zu Ehren veranstalteten sich Seglerspiele - "Václav
Strnad Memorial". Für die Öffentlichkeit in Klatovy organisierte der Aeroklub
viele Lufttage, wann man jedesmal nur das Beste vorgestellte, was in der
Republik flog, einschlie_lich Militärtechnik. Der Flugplatz Klatovy war Zeuge
vieler Luftwettbewerbe, die Mitglieder des Aeroklubs veranstalteten.
Pošumavský aeroklub
KLATOVY Letiště 339 01 Klatovy e-mail: info@lkkt.cz Tel: 376 310355 Tel AFIS: 376
670757 Fax: 376 310762
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Vedoucí letového provozu : Zdeněk
Sklenář e-mail: info@lkkt.cz Tel.:
376 313478 Mobil:
602/944492
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